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Hildegard von Bingen

Hildegard von Bingen wurde 1098 geboren. Der Geburtstag und der Geburtsort ist leider nicht bekannt, aber wahrscheinlich wurde sie in Bermersheim vor der Höhe geboren.
Hildegard von Bingen war die Tochter des Edelfreien Hildebert von Bennersheim und Mechthild von Merxheim und sie war das zehnte Kind. Von sieben Geschwistern sind die Namen aus Schenkungsurkunden und Fundationsbüchern des Klosters Rupertsberg bekannt.
Brüder: Drutwin (der älteste), Hugo (später Domkantor in Mainz) und Rorich (später Kanoniker in Tholey an der Saar)
Schwestern: Irmengard, Odilia Clementia (später Nonne auf dem Rupertsberg), Judda

Hildegard selber verstarb am 17. September 1179 im Kloster Rupertsberg bei Bingen.

Ihre Reliquien werden in Eibingen aufbewahrt.

 

Hildegard von Bingen gilt als einer der bedeutendsten Frauen des Mittelalters und ist weit über die Grenzen ihrer rheinischen Heimat bekannt.
Als zehntes Kind sollte sie ihr Leben der Kirche widmen.

„... und meine Eltern weihten mich Gott unter Seufzern, und in meinem dritten Lebensjahr sah ich ein so großes Licht, daß meine Seele erzitterte ...“
(H. v. Bingen)
 

Hildegard von Bingen war Benediktinerin, ab 1136 war sie Äbtissin. 

Durch ihre umfangreichen Briefwechsel, auch zu hochgestellten Personen, ist viel über das Leben dieser Frau bekannt. Viele Briefwechsel, Berichte und Predigten aus dieser Zeit sind erhalten geblieben. Sie war nicht nur Visionärin, sondern auch Prophetin, Predigerin, Frau, Heilige und Künstlerin. Ihre Werke befassen sich mit Religion, Medizin, Musik, Ethik und Kosmologie.
 

Kloster Rupertsberg: 1147 entschloss sich Hildegard den Disibodenberg zu verlassen und kaufte das Gelände am Rupertsberg. Dort gründete sie ihr erstes Kloster.

Kloster Eibingen: 1148 wurde ein bereits bestehendes Augustinerkloster gebrandschatzt. Die Rupertsberger Äbtissin hatte einen hohen Zuwachs und benötigte mehr Platz, so kaufte sie dieses Grundstück und richtete das Kloster wieder auf. 

 

Hildegard von Bingen wurde schon zu Lebzeiten als Heilige verehrt. Einen genauen Zeitpunkt für Ihre Kanonisation kann man nicht festlegen, jedoch erfolgte dies spätestens 1584 mit der Aufnahme in die Erstausgabe des Martyrologium Romanum (Verzeichnis der offiziell Heiliggesprochenen der römisch-katholischen Kirche).